23.01.2008

Evelyn Berg: Die Kandidatin aus Zwingenberg möchte ein Zeichen setzen

„Der weibliche Blick gehört mit zur politischen Arbeit“, sagt die zweifache Mutter Evelyn Berg.
Berichterstattung des Starkenburger Echo

Politische Arbeit mit weiblichem Blick

ZWINGENBERG. Evelyn Berg bewirbt sich bereits zum zweiten Mal für die Grünen um das Direktmandat im Wahlkreis Bergstraße Ost bei den hessischen Landtagswahlen. Und zum zweiten Mal möchte die 50 Jahre alte Soziologin damit ein Zeichen setzen – ein Zeichen für Frauen in den politischen Gremien.
„Der weibliche Blick gehört mit zur politischen Arbeit“, sagt die Ehefrau und Mutter eines 18-jährigen Sohnes und einer zehnjährigen Tochter.

Schon 1997 wurde sie in ihrer Heimatstadt Zwingenberg politisch aktiv für Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahre – es habe fast acht Jahre gedauert, bis sie Wirklichkeit wurden. Evelyn Berg ist Zwingenberger Stadträtin für die GUD (Gemeinschaft für Umweltschutz und Demokratie) und sitzt für die Grünen im Bergsträßer Kreistag. Das gibt ihr das Wissen über den Wahlkreis, der von ihrer Heimatstadt über Bensheim bis in den Odenwald und bis ins Neckartal reicht.

Ihre politischen Schwerpunkte liegen im Bereich Bildung, Umwelt und Soziales. So ist Berg nicht grundsätzlich gegen „G 8“, wie sie sagt, kritisiert aber die Art und Weise, wie dieses Modell zur Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur umgesetzt werden soll. Das ganze Konzept müsse inhaltlich überarbeitet und den Eltern eine reelle Wahlfreiheit auf der Basis parallel laufender Schulmodelle ermöglicht werden, fordert die Kandidatin.

Evelyn Berg plädiert auch dafür, die rückläufigen Schülerzahlen als Chance zu nutzen, die Klassen zu verkleinern, statt die Zahl der Lehrer zu reduzieren.

Klar, dass die grüne Kommunalpolitikerin dafür ist, das Kernkraftwerk Biblis abzuschalten. Dass die beiden Reaktorblöcke nach mehr als einem Jahr Stillstand wieder ans Netz gehen, ist für sie „untragbar“. Berg setzt sich dafür ein, Hessen mit Energie aus regenerierbaren Quellen zu versorgen: Wind, Biomasse, Wasser und Sonne sollen Atomkraft und Kohle ersetzen.

In den Jugendämtern müsse „dringend etwas getan werden“, so eine weitere Kernforderung der grünen Landtagskandidatin. Der unausgewogene Sparkurs der CDU-Landesregierung sei schuld daran, dass Ämter und Verbände nicht mehr in der Lage seien, Eltern in Notlagen zur Seite zu stehen. Dies schüre die Kinderarmut, der auch auf Kreisebene begegnet werden müsse. brit 23.1.2008

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URL:http://www.gruene-bergstrasse.de/archiv/pressearchiv/presse-2006-08/expand/410655/nc/1/dn/1/