02.06.2008

DGB und Grüne lehnen Privatisierung der Bahn ab

BENSHEIM / BERGSTRASSE. Der DGB Bergstraße und die Grünen im Kreis Bergstraße lehnen den geplanten Börsengang der Bahn und damit eine (Teil-) Privatisierung der Deutschen Bahn AG entschieden ab. „Der Verkauf von 24,9 Prozent des Bahnbetriebs bedeutet eine Zerschlagung der Bahn zugunsten der Profitinteressen privater Finanzinvestoren und Investmentfonds. Die Zeche dieser Politik zahlen wie in Großbritannien die Beschäftigten und die Bahnkunden, die durch Arbeitsplatzvernichtung und steigende Preise die Rendite der privaten Investoren aufbringen müssen“, stellen Grüne und DGB fest.

„Hinzu kommt, dass die geplante Privatisierung von 24,9 Prozent des Bahnbetriebes erst der Einstieg in eine noch sehr viel weitergehende Privatisierung ist“. Grüne und DGB fordern: „Als Rückgrat eines leistungsfähigen, umwelt- und klimafreundlichen Verkehrssystems muss die Bahn im öffentlichen Eigentum erhalten, ausgebaut und modernisiert werden“.

Beide Organisationen stellen übereinstimmend fest: „Die Bahn und das öffentliche Eigentum haben der Bevölkerung zu dienen und nicht eine kleine Minderheit von Kapital- und Finanzinvestoren zu bereichern. Die Kernbereiche der Daseinsvorsorge gehören in die öffentliche Hand“.

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URL:http://www.gruene-bergstrasse.de/archiv/pressearchiv/presse-2006-08/expand/410682/nc/1/dn/1/