27.05.2009

"Bewegung in die Energiedebatte bringen"

GLB schlägt Energiesatzung vor

Bericht Starkenburger Echo. BENSHEIM. Die Grüne Liste Bensheim (GLB) hat den Entwurf einer städtischen Satzung vorgelegt, mit der Bauherren zum Energiesparern bewogen werden könnten. Mit dem Koalitionspartner CDU soll an diesem Entwurf gefeilt werden, wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wolfgang Weiß gestern erläuterte. Die Bergsträßer Grünen wollen Bewegung in die Energiedebatte bringen, wie Landratskandidat Jochen Ruoff sagte.

Unterstützt wird diese Form kommunaler Energiepolitik vom Bensheimer Stadtrat und Finanzdezernenten Matthias Schimpf, dem einzigen hauptamtlichen grünen Politiker im Kreis.

„Keine Gängelung, sondern Anreiz“, solle die Energiesatzung sein, sagte Ruoff. Investitionen würden nicht verhindert, sondern gefördert. „Wir wollen niemanden überfordern“, sagte Weiß. Der Satzung wäre beispielsweise genüge getan, wenn Sonnenkollektoren auf dem Dach installiert werden.

Schimpf sagte, die Stadt fördere den sparsamen Umgang mit Energie schon jetzt – direkt und indirekt. Je nach Sanierungsart können Investoren bis zu 1000 Euro Zuschuss aus der Stadtkasse erhalten. Außerdem bietet Energieberater Robert Persch kostenlos Hilfe an.

Die Grünen nutzten das Pressegespräch über Energiepolitik zur Kritik an Landrat Matthias Wilkes (CDU) und dessen Verweigerungshaltung gegenüber Windenergie. „Mit Wind allein werden wird die Energiewende nicht schaffen, aber ohne auch nicht“, sagte Ruoff.

Die Grünen wünschen sich Unterstützung des Kreises, wenn es darum geht, Standards in Neubaugebieten festzulegen. Als Teil der Metropolregion Rhein-Neckar solle der Kreis darauf dringen, dass nur noch Passivhäuser gebaut werden. „Doch in dieser Hinsicht kommt aus dem Landratsamt nichts“,
sagte GLB-Sprecher Peter Born.

Dass sich die Forderungen der Grünen langfristig auszahlen, davon ist GLB-Stadtverordneter Andreas Rossan überzeugt. „Wind und Sonne schicken keine Rechnung und verursachen keinen Müll“, sagte er.

ai
27.5.2009

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