14.06.2010

Initiative gegen Kernkraft

"Fallout" in Biblis

12.000 schwarz-gelbe Luftballons stiegen am vergangenen Samstag, den 12.6.2010 in den Bibliser Himmel. Die Initiative "camapct" simulierte mit dieser eindrucksvollen Aktion, einen sogenannten Fallout – also einen schwerwiegenden Kernreaktorunfall, wie er sich auch in Biblis jederzeit zutragen könnte.
In Sekundenschnelle stiegen die Ballons 10, 20 und schließlich mehrere 100 Meter in die Höhe, so wie sich auch strahlende Stoffe bei einem GAU im Kernkraftwerk über die Luft verbreiten würden. Mit der Windrichtung an diesem Tage wäre von einem Unfall der Großraum Frankfurt am Main betroffen gewesen. Anschaulich wurde damit für die anwesenden 470 Atomkraftgegner vor Augen geführt, dass der Betrieb eines Kernkraftwerks in einer der dicht-besiedelsten Regionen Deutschlands, der Schnittstelle zweier Metropolregionen, schlicht unverantwortlich und potentiell lebensgefährlich ist.
Die Aktion, die zunächst für den 28.05.2010 geplant war fand aufgrund eines Verbots des Kernkraftwerksbetreibers verspätet am 12.06.2010 statt. Die Ballons mussten dabei vom Feld aus starten und durften nicht unmittelbar vor dem Kraftwerk aufsteigen. In der jahrzehntelangen Auseinandersetzung der Atomkraftgegner mit den Betreibern des Kernkraftwerkes Biblis war ein solches Verbot einmalig.

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