23.08.2011

Pressemitteilung

Ein Krankenhaus im vorderen Odenwald ist im Interesse des Kreises

Mit der aktuellen Situation der Krankenhäuser im Kreis Bergstrasse und insbesondere mit dem Luisen- Krankenhaus in Lindenfels hat sich die Kreistagsfraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN auseinander gesetzt.

Bündnis 90/DIE GRÜNEN setzen sich für den Erhalt der aktuellen Krankenhausstandorte im Kreis Bergstrasse ein.

Grundlage für eine Sicherung aller Standorte sei allerdings, dass die einzelnen Krankenhäuser auf Dauer keine Verluste einfahren.

„Die Überlebensfähigkeit der einzelnen Standorte ist nur durch eine möglichst intensive Vernetzung zu erreichen“, so Jochen Ruoff, Mitglied im Kreisausschuss und langjähriges Mitglied in der Gesellschafterversammlung des Kreiskrankenhauses. Vernetzung könne eine möglichst intensive Zusammenarbeit bei Wahrung der Eigenständigkeit bedeuten bis hin zu einer Fusionslösung. Gleichzeitig müssten medizinische Schwerpunkte entwickelt werden, die jedes einzelne Krankenhaus mit einem Alleinstellungsmerkmal im Kreis ausstatten. Nur so könne den starken medizinischen Angeboten im Rhein-Neckar Raum bzw. im Rhein Main Gebiet ausreichend Paroli geboten werden.

Zentrale Frage sei, wie eine optimale Versorgung der Bevölkerung zu erreichen sei bzw. erhalten bleibe.  Dieses Ziel werde nur gelingen, wenn die einzelnen Krankenhäuser unter betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen geführt würden, so Ruoff weiter. Dies wiederum führe nur dann zum Erfolg, wenn die Einrichtungen über genügend qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen mit angemessener Bezahlung verfügen, wenn die Einrichtung medizinisch dem höchsten Standards genügen und wenn der „Stil des Hauses“ und die Ausstattung der Einrichtung den Anforderungen „Der Patient im Mittelpunkt“ entsprechen.

Realistisch und Erfolg versprechend scheine im Kreis derzeit die Bildung eines gemeinsamen „Trägerdaches“ zu sein, unter dem sich alle bisher agierenden Einrichtungen in entsprechenden Gewichtungen einbringen könnten. Diese Konstruktion müsse Verbindlichkeiten in den zentralen wirtschaftlichen, medizinischen und organisatorischen Feldern gewährleisten.

In der aktuellen Diskussion um die Zukunft des Luisen- Krankenhauses in Lindenfels müsse es im Interesse des Kreises liegen, ein Krankenhaus im vorderen Odenwald zu halten. Mit Agaplesion als dem Betreiber in Lindenfels sei zeitnah zu prüfen, inwieweit eine möglichst enge Kooperation im oben beschriebenen Sinne möglich sei.

„Für die Prüfung all dieser Fragen und die Konstruktion einer tragfähigen Zusammenarbeit braucht es Sorgfalt und eine ruhige Hand. Wir unterstützen den zuständigen Dezernenten in seinem Bemühen, dies im Laufe dieses Jahres zu organisieren. Für Polemik mit Blick auf vergangene Zeiten sowie hektischen Aktionismus ist da kein Platz“, so Ruoff abschließend.

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