06.02.2016

Internationaler Aktionstag gegen weibliche Genitalverstümmelung

Jedes Jahr wird am 6. Februar mit einem internationalen Aktionstag gegen die weibliche Genitalverstümmelung darauf aufmerksam gemacht, dass es diese menschenverachtende Praxis gibt.
Im Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen; Kreis Bergstraße berichtete Vorstandsmitglied Heidi Besas von ihrer Arbeit als Geschäftsführerin des Vereins FORWARD-Germany e.V., Aktion gegen Ritualisierte Gewalt.
Der 1998 gegründete Verein wendet sich gegen Genitalverstümmelung, die eine schwere Menschenrechtsverletzung mit seelischen und körperlichen Folgeschäden darstellt. Nach Schätzungen sind weltweit etwa 125 Millionen Frauen Opfer dieser grausamen Praxis.
Dabei ist weibliche Genitalverstümmelung, so Besas, nicht nur ein Problem ferner Ländern. Auch in Europa werden Mädchen ohne medizinische Indikation an ihren Genitalien beschnitten und verstümmelt. Oft gibt es mitten in Europa heimatliche Riten der Genitalverstümmelung.
Aus diesem Grund findet sich im kommunalen Wahlprogramm der Grünen für die Bergstrasse die Forderung nach einer zielgruppengerechten Beratung, um Gewalt an Kindern und Frauen, zu der auch die weibliche Genitalverstümmelung zählt, zu verhindern.
Heidi Besas weist darauf hin, dass noch viel Sensibilisierungs- und Präventionsarbeit geleistet werden muss. Vorrang hat momentan die Verabschiedung eines nationalen Aktionsplans zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung.

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URL:http://www.gruene-bergstrasse.de/archiv/vergangene-jahre/das-jahr-2016/expand/641477/nc/1/dn/1/