19.03.2016

Landesfrauenrat und Netzwerktreffen

Auf diesem Landesfrauenrat und Netzwerktreffen ging es um die FRAUEN-Quote. Es gibt zwischenzeitlich viele Menschen in unserer Gesellschaft, die der Auffassung sind, dass eine Quote für Frauen in der heutigen Zeit völlig überflüssig und überholt ist.
Erschreckenderweise sieht die Wirklichkeit anders aus. Dies wurde uns deutlich dokumentiert und in den Vorträgen dargelegt. Egal ob in der Wirtschaft (dabei ist nicht die Eckkneipe in Eurer Straße gemeint ;-)) oder in der Kultur - der Anteil der Frauen oder der geförderten Projekte von Frauen ist verschwindend gering, es sei denn, wir sprechen vom Niedriglohnsektor, prekären Arbeitsverhältnissen oder den Pflegeberufen.  Die Voraussetzungen in unserer Gesellschaft sind leider immer noch nicht so gegeben, dass wir als Frauen gleichberechtigt und paritätisch teilnehmen können. Aufgrund der Tatsache, dass wir Frauen nun mal immer noch die Kinder bekommen und in der Regel auch die Fürsorgearbeit für Kinder und später für Familienmitglieder übernehmen, gibt es  Brüche in der Erwerbsbiografie. Dies führt heute insbesondere in den alten Bundesländern Deutschlands direkt in die Altersarmut von Frauen. Wenn hier politisch nicht gegengesteuert wird, erhöht sich der Anteil von Frauen in Altersarmut in der Zukunft noch mehr.
Von einem selbstbestimmten und frei entfalteten Leben kann hier keine Rede sein. Von der Erfüllung des Artikel 3 GG sind wir noch weit entfernt: (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. (Heidi Besas)

Weiterführende Informationen:
Präsentationen, Rede von Evelin Schönhut-Keil können bei Interesse gerne in der KGS angefordert werden.

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URL:http://www.gruene-bergstrasse.de/archiv/vergangene-jahre/das-jahr-2016/expand/641479/nc/1/dn/1/