10.06.2017

Landesfrauenrat in Frankfurt

Frauen entscheiden die nächste Bundestagswahl!

Der LFR tagte eine Stunde später als geplant, da im Vorfeld der Parteirat stattfand. Daniela Wagner als hessische Spitzenkandidatin, erklärt den Bundestagswahlprogrammentwurf dem LFR, desweiteren waren als Gäste die MdB`s Omid Nouripour und Wolfgang Strengmann-Kuhn geladen. Es wurde von Daniela Wagner noch einmal vorgestellt, warum das 10 Punkte Wahlprogramm zustande kam. Es wurde im Bundesvorstand mit allen Landesvorsitzenden, sowie den Spitzenkandidatinnen als Wahlprogramm und Wahlaufruf angenommen. Die Spitzenkandidatinnen vermitteln das Programm in die Öffentlichkeit. Es gab Mitglieder, die sich in den Medien beschwerten, weil das Programm noch nicht beschlossen wurde. Der Druck bereits vor Wochen, den Bürger*innen und den Medien Positionen liefern zu müssen, war sehr stark. Daher konnte nicht auf die Beschlüsse der erst am 16.6. statt findenden BDK gewartet werden. Mit den vorgestellten 10 Punkten in der Öffentlichkeit war von vornherein klar, daß sie nie Dissens innerhalb der grünen Partei sein würden. Klimadiskussion, weg von weiterem Landschaftsabbau, Abschaltung der 20 dreckigsten Kohlekraftwerke in Deutschland, die Besteuerung muss geändert werden, e-mobilität, Landwirtschaft, Abkehr von Massentierhaltung hin zum Tierwohl waren nur einige Punkte des Wahlprogramms. Im LFR wurde noch einmal über die „Abschaffung“ Ehegattensplitting gesprochen, es folgte eine engagierte Diskussion zur gesellschaftlichen Veränderung, zum Feminismus, Bild der Frauen innerhalb der Partei und der Außenwirkung der Frauenpolitik. Das Frauenbild in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren verändert. Auf der einen Seite erscheint es einer Frau heute möglich sowohl Familienmanagerin als auch Unternehmensmanagerin zu sein andererseits gibt es einen Rückwärtstrend in die vermeindliche Sicherheit der 60iger Jahre, als der Frau in wirtschaftlicher Abhängigkeit allein die Rolle als Hausfrau und Mutter zugeteilt wurde. Die Grünen, die sich auch aus der Frauenbewegung der 70iger Jahre heraus gründeten, müssen insbesondere für die grüne Frauenpolitik zusätzliche Wege finden, um die Inhalte und Anliegen an eine gerechtere und auf die Bedürfnisse von Frauen geänderten Gesellschaft den Frauen zu vermitteln. Daraufhin soll das Bundestagswahlprogramm noch einmal stärker den Fokus auf die frauenpolitischen Aspekte legen. Der Bundesfrauenrat hat umfassende Änderungsanträge an die Bundesdelegiertenkonferenz gestellt, die vom 16.-18.6.2017 in Berlin stattfindet. Wir werden sehen, wie die Änderungsanträge abgestimmt werden, denn der „männliche Chauvinismus“ innerhalb der Partei ist nach wie vor existent. Hier waren sich auch die anwesenden Bundestagsabgeordneten einig, dass sich auch etwas im Verhalten der Männer ändern muss, um Geschlechtergerechtigkeit herzustellen; dafür ist auch Sprache ein Ausdruck, denn frauenverachtende Sprache ist leider immer noch gängige Praxis.

Bericht aus dem Landesfrauenrat von Heidi Besas am 10.06.2017 in Frankfurt/M. in der School of finance

26.11.2016

Landesfrauenrat in Gießen

Bericht zum 3. hessischen Frauenrat 2016

„Es kommt nicht darauf an, wo Du herkommst, sondern es kommt darauf an, wo Du hin willst!“ und: „Ist ein Frauenrat noch zeitgemäß?“

Am Sa., den 26.11.2016 fand im Vorfeld der Landesmitgliederversammlung in Gießen ein Frauenrat statt, an dem als Vertreterinnen aus dem Kreis Bergstraße Anna-Lena Groh, Aline Zuchowski und Heidi Besas teilnahmen. Es wurde ein kurzer Bericht von der Hauptdelegierten aus Hessen von der Bundesfrauenkonferenz und dem Bundesfrauenrat Anfang Oktober in Hannover abgegeben. Wie bereits berichtet, war die Konferenz zu „30 Jahre Grünes Frauenstatut“ inhaltsvoll, energiegeladen und motivierend. Die Frauen waren sich einig, das Grüne Frauenstatut weiterhin zu verteidigen. Gerade in den letzten Jahren wurde insbesondere von jungen Frauen das Statut in Frage gestellt, ob es noch zeitgemäß sei. Angesichts der tatsächlichen Situation in Politik und Wirtschaft ist sich die Mehrheit der Frauen im grünen Landesfrauenrat einig, weiterhin das grüne Frauenstatut zu verteidigen. Der Frauenrat wird unter dem Motto: Feminin.Frech.Futuristisch.Fordernd darauf hinweisen: Finger weg von der Frauenquote. In den letzten dreißig Jahren hat sich das Verständnis zwischen Männern und Frauen innerhalb der Partei partnerschaftlich und auf Augenhöhe entwickelt hat. Der Frauenrat stellte auch fest, daß wir weiterhin für gleiche Rechte und Chancen für Frauen und Männer kämpfen müssen, denn trotz aller bisherigen Erfolge, sind wir lange noch nicht am Ziel. Auf einer nächsten Konferenz soll ausführlich diskutiert werden, ob sich der Frauenrat erweitern soll, sprachlich, wie inhaltlich, um der geänderten Diversität in Geschlechterbildern zu entsprechen. Sigrid Erfurth, frauenpolitische Sprecherin und MdL des hessischen Landtages gab einen Überblick über die zwischenzeitlich eingeleiteten Pläne, die Frauen betreffen. So werden jährlich 70 Mio. € in das Sozialbudget investiert, wovon insbesondere der Gewaltschutz profitiert. Im hessischen Aktionsplan 2 sind 1,6 Mio. € für Frauen eingestellt, die traumatherapeutisch oder sprachlich unterstützt werden müssen, außerdem werden verstärkt Mittel in das Projekt Werte investiert. Das Motto heißt dabei: Es kommt nicht darauf an, wo Du herkommst, sondern es kommt darauf an, wo Du hin willst! MdL Sigrid Erfurth erwägt evtl. noch mehr Geld in die Schwangerenkonfliktberatung zu investieren, d.h. die handelnden Organisationen und Verbände noch mehr finanziell zu unterstützen. Im Bereich der Versicherungsfragen für Hebammen musste Erfurth uns informieren, dass das Land Hessen leider keine Kompetenzen in dieser so wichtigen Angelegenheit und somit keine Handlungsmöglichkeit hat. Im Nachklang des internationalen Gedenktages gegen Gewalt an Frauen, der am 25.11. begannen wird, hat der Frauenrat im Rahmen des anschließenden Parteitages Geschlossenheit demonstriert und alle Menschen, die sich gegen Gewalt an Frauen aussprechen und die Türen öffnen, um Schutzräume zu bieten, auf die Bühne gebeten. (von Heidi Besas)

08.10.2016

Bericht über die Bundesfrauenkonferenz in Hannover

MdB Kordula Schulz-Asche, Heidi Besas, MdB Ulle Schauws (v.l.n.r., Foto priv.)
in der Mitte die Laudatorin Prof. Dr. Gesine Schwan (Foto: Heidi Besas)

Frauenstatut von B90/Grüne findet weltweit Anerkennung!

Hessische Delegierte Heidi Besas berichtet von der Bundesfrauenkonferenz

Es war eine kraftvolle und lebendige Veranstaltung. An dieser Bundesfrauenkonferenz nahmen erstmalig auch die delegierten Frauen des Bundesfrauenrates und der Bundesarbeitsgemeinschaft gemeinsam teil. Es galt 30 Jahre Grüne Frauenpolitik und das Frauenstatut zu feiern. Als Laudatorin konnte Frau Prof. Dr. Gesine Schwan gewonnen werden, die eine Rückschau auf ihr politisches Leben und die Frauenpolitik in der Bundesrepublik nahm. Dr. Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin, die zweimal für das Amt der Bundespräsidentin kandidierte, brachte Grüne Frauenpolitik auf einen Punkt: „Die Welt wird sich immer an das Grüne Frauenstatut erinnern“. Es ist Vorreiter und Wegbereiter für die Partizipation von Frauen in der Gesellschaft. Dieses Frauenstatut wird nicht nur in Deutschland von Organisationen oder Parteien kopiert, sondern findet auch im internationalen Zusammenhang Anerkennung und Umsetzung. Weitere Rückblicke in die Ursprünge und in den Kampf um Frauenrechte in der Partei gaben in einer Gesprächsrunde Marialuise Beck, MdB und Claudia Roth, MdB und Vizepräsidentin des deutschen Bundestages.

Am nächsten Tag begann die frauenpolitische Arbeit. So gab es eine Einführung in den Antrag „Wir investieren in Gerechtigkeit“ und die Varianten für die Abschaffung des Ehegattensplittings, der Kindergrundsicherung und des Erbschaftssteuer/Vermögenssteuer durch Gesine Agena. Es folgten Änderungsanträge für die Bundesdelegiertenversammlung.Die Änderungsanträge des Bundesfrauenrates wurden ebenfalls alle durch die Delegierten des Frauenrates bestätigt.

25.06.2016

Bericht des Landesfrauenrat in Frankfurt

Wie sieht die Situation geflüchteter Frauen in Hessen aus - Welche Aufgaben haben dabei die Kommunen?

Aus dem Kreis Bergstraße nahmen die Delegierten Heidi Besas und Sabine Fraas an der Sitzung des Landesfrauenrates teil. Der Staatssekretär Jo Dreiseitel erschien mit dem "Bensheimer Kulturbeutel", in dem er seine Akten zur Sitzung transportierte. "Dies ist uns selbstverständlich eine Meldung wert, so Heidi Besas "mit einem Augenzwinkern". Nach  Begrüßung/Formalia, Feststellung der Tagesordnung und Verabschiedung des letzten Protokolls, stiegen die Anwesenden in die Berichte und Diskussionen ein.

Diesmal lag der Schwerpunkt der Sitzung auf den Bericht über Frauen auf der Flucht, den Jo Dreiseitel,
Staatssekretär und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung im hessischen Sozialministerium, vortrug.
Jo Dreiseitel stellt den Hessischen Aktionsplan zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts (500 Millionen Euro) ausführlich vor. Die Zustimmung des Landesfrauenrates zum hessischen Aktionsplan war sehr groß, insbesondere da die Belange von Frauen hier berücksichtigt wurden. In einer Tischvorlage wurden auch die Ergebnisse eines Workshops "Geflüchtete Frauen" vorgestellt. Eines der Ergebnisse war, dass die Bereitstellung von  Ressourcen, Angeboten, Strukturen und Beratung eine eindeutige kommunale Aufgabe ist.

Sigrid Erfurth, Landtagsabgeordnete und frauenpolitische Sprecherin für die Fraktion von B90/Grüne berichtete. Aktuell wird mit der CDU auf Arbeitskreisebene über das Genderbudget verhandelt. Das nächste große Projekt ist die Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes. Allerdings ist dieses aktuell in der Regierungsanhörung und kommt dann nach den
Sommerferien in den Landtag.
Unsere Bundestagsabgeornete Kordula Schulz-Asche berichtete, daß der Antrag zum bürgerschaftlichen Engagement  von den Grünen in den Bundestag eingebracht wurde.
Außerdem berichtet Kordula Schulz-Asche davon, dass das Prostitutionsgesetz und das "Nein heisst Nein Gesetz" im Verfahren sind.
Unter dem Themenpunkt Verschiedenes wurde schon mal festgehalten: Am 02.07. findet der GRÜNE TAG statt. Zudem wird dazu aufgerufen, die nächste Bundesfrauenkonferenz zu bewerben, die vom 07.10.-09.10.2016 in Hannover stattfinden wird. Der nächste Frauenrat findet am 26. November vor der Landesmitgliederversammlung statt.

04.05.2016

Delegierte für den Landesfrauenrat 2016-2018

Heidi bei der KMV am 04. Mai

Bei der KMV am 04. Mai standen turnusgemäß auch wieder die Wahlen der Delegierten für den Landesfrauenrat an. Heidi Bezzaz aus dem Gorxheimertal, die das Amt bereits in den zwei Jahren vorab inne hatte, bewarb sich erneut um das Amt und wurde als Delegierte für den Kreisverband bestätigt. Ebenso ihre Stellvertreterin Sabine Fraas aus Rimbach.

Durch Vergewaltigungen auf der Flucht schwanger – Was geschieht mit den Frauen und den Kindern?

Die Sitzung des LFR fand vor der Landesmitgliederversammlung von B90/Grüne statt. In der Sitzung ging es hauptsächlich um die Vorbereitung der Wahl zum Bundesfrauenrat von B90/Grüne, in den die hessischen Grünen aufgrund von mehr als 5000 Mitgliedern 3 DelegiertInnen, sowie   Mehr »

Gibt es die frauenfreundliche Kommune im Kreis Bergstraße? Reichen ein Friseur und ein Nagelstudio?

Auf dem Landesfrauenrat von B90/Grüne diskutierte die Vertreterin von B90/Grüne aus dem Kreis Bergstraße, Heidi Besas, mit ihren Kolleginnen aus ganz Hessen über die Chancen einer frauenfreundlichen Kommune. Ein ganzer Maßnahmekatalog   Mehr »

Bericht der Sitzung des Landesfrauenrat B90/Grüne Hessen am 11.10.2014 in Fulda

Der Landesfrauenrat tagte am 11.10. in der Zeit von 10-11 Uhr. Angesichts der Kürze der Zeit, wurden die anstehenden Themen nur kurz gestreift und die Formalien abgearbeitet.

Kordula Schulz-Asche, MdB und Mitglied im Gesundheitsausschuss,   Mehr »

Bei der KMV am 28. April 2014 berichtete Heidi aus dem Bundes- und Landesfrauenrat. Für alle, die nicht da sein konnten oder die noch mehr Informationen wünschen, hier der Bericht als pdf.

Viel Spaß damit!

Am 01.03.2014 nahmen die Kreisvorstandsmitglieder und Delegierten Heidi Besas und Sabine Fraas sowie weitere interessierte Frauen aus dem Kreis Bergstraße an der Sitzung des Landesfrauenrats B90/Grüne in Frankfurt teil.   Mehr »

Neue Delegierte für den Kreis Bergstraße

Sabine und Heidi

Bei der Kreismitgliederversammlung am 15.01.2014 wurden Heidi Besas und Sabine Fraas als die Bergsträßer Delegierten für den Landesfrauenrat gewählt. Sie werden unseren Kreisverband die nächsten zwei Jahre vertreten.

28.04.2012

Landesfrauenrat

Carmen Kunz und Sabine Fraas (Delegierte 2012-2014)

Carmen Kunz und Sabine Fraas waren die Bergsträßer Delegierten von April 2012 bis Januar 2014. Sie wurden bei der Kreismitgliederversammlung am 18.04.2012 gewählt. Der erste Landesfrauenrat stand dann auch gleich am 28. April vor der Tür.   Mehr »

URL:http://www.gruene-bergstrasse.de/bergstraesser-delegierte/landesfrauenrat/