28.04.2012

Landesfrauenrat

Carmen Kunz und Sabine Fraas (Delegierte 2012-2014)

Carmen Kunz und Sabine Fraas waren die Bergsträßer Delegierten von April 2012 bis Januar 2014. Sie wurden bei der Kreismitgliederversammlung am 18.04.2012 gewählt. Der erste Landesfrauenrat stand dann auch gleich am 28. April vor der Tür. Carmen Kunz vertrat den Kreisverband Bergstraße vor Ort in Frankfurt. Hier ihr Bericht:

Bericht über den Landesfrauenrat am 28. April 2012 in Frankfurt von Carmen Kunz:

Als Vertreterin des Kreises Bergstraße konnte ich am Samstag, 28.04.2012 an der gemeinsamen Sitzung des Landesfrauenrats und der LAG Wirtschaft und Finanzen von Bündnis 90/Die Grünen in Hessen teilnehmen. Nach den üblichen Formalien begrüsste Bettina Hoffmann die Anwesenden und ließ eine Vorstellungsrunde folgen, da es etliche neue Mitstreiterinnen im Landesfrauenrat zu begrüssen galt. Mit Berichten aus dem Bundestag von Nicole Maisch und dem Bundesfrauenrat von Bettina Hoffmann ging es weiter.

Thomas Losse-Müller von der LAG Wirtschaft und Finanzen referierte im Anschluß zum Thema: Von der Existenzsicherung zur Karriere. Frauen sind die Zukunft der Wirtschaft. Er legte dar, dass die Wirtschaft andere Länder in und außerhalb Europas viel mehr den Wert der Frauen erkannt haben. Deutlich wird dies in Firmen, die einen höheren Anteil an Frauen in der Führungsebene haben. Hier wird entgegen der sonstigen Erwartungen kein schlechteres sondern ein besseres Abschneiden festgestellt. Nur in Deutschland wird das Potential der Frauen nicht erkannt, die Statistik zeigt ganz deutlich, dass es mehr Frauen in unteren Positionen als in der Führungsebene gibt. Je weiter es noch oben geht, desto seltener werden Frauen. Die kontroverse Diskussion nach einer Frauenquote für die Führungsetage wird nicht als Lösungsmöglichkeit angesehen. Wichtiger ist es die Entwicklung einer geschlechtergerechten Gesellschaft in der Arbeitswelt. Denn für die Stärkung der Wirtschaft werden das Wissen, die Kreativität und die soziale Kompetenz der Frauen gebraucht. Gerade zur Bewältigung der anstehenden wirtschaftlichen Probleme wie Fachkräftemangel und die Herausforderung des demografischen Wandels gilt es uns Frauen in den Fokus zu stellen.

In der folgenden Diskussionsrunde wurde rege über die verschiedenen Gründe und Möglichkeiten innerhalb der Arbeitswelt gesprochen, warum die Frauen den bekannten Stand haben. Hieraus entwickelte sich auch Ansatz für ein Eckpunktepapier zum Thema: Frauen sind die Zukunft der Wirtschaft, welches als Antrag eingebracht werden soll.

Innerhalb der Partei und der einzelnen Verbände sollte über die Eckpunkte wie z.B. Ermöglichung individueller, selbstbestimmter Entscheidungen an den „Knotenpunkten“ im Lebensverlauf unter Berücksichtigung aller Folgen (hier gibt es den Diskussionsansatz: Berufswahl von Mädchen, Informationen vor einer Eheschließung über mögliche finanzielle Notlagen) Schaffung von Rahmenbedingungen für eine eigenständige Existenzsicherung in allen Lebenslagen (Entgeltgleichheit, Mindestlohn, Garantierente) etc. gesprochen und verabschiedet werden.

Weit nach der festgelegten Sitzungszeit trennte man sich wieder, um beim nächsten Landesfrauenrat am 29. September (Anmerkung der Redaktion) über dieses Thema weiterzuberaten und die Ergebnisse zusammenzuführen.



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URL:http://www.gruene-bergstrasse.de/bergstraesser-delegierte/landesfrauenrat/expand/402719/nc/1/dn/1/