13.06.2015

Bericht vom Landesfrauenrat in Wabern

Gibt es die frauenfreundliche Kommune im Kreis Bergstraße? Reichen ein Friseur und ein Nagelstudio?

Auf dem Landesfrauenrat von B90/Grüne diskutierte die Vertreterin von B90/Grüne aus dem Kreis Bergstraße, Heidi Besas, mit ihren Kolleginnen aus ganz Hessen über die Chancen einer frauenfreundlichen Kommune. Ein ganzer Maßnahmekatalog wurde bereits im Vorfeld erarbeitet, in dem sich über die Aktivitäten Richtung Gleichstellung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, über Infrastruktur, Hilfe bei Gewalterfahrungen, Verwaltung, Organisation, Genderleitbild und ein Genderbudgeting ausgetauscht wurde. Jede hessische Kommune sollte dabei auf den Prüfstand.

Neufassung hat Vorbildfunktion HGIG:

Das Hessisches Gesetz über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und zum Abbau von Diskriminierungen von Frauen in der öffentlichen Verwaltung, kurz: „Gleichberechtigungsgesetz“ soll bei der Umsetzung eine Vorbildfunktion haben. Neu soll dabei die Stärkung der Rolle der Frauenbeauftragten sein. Die kommunalen Frauenbeauftragten sollen ein direktes Zugangsrecht zum Sozialministerium erhalten. Aufgrund der Stabsfunktion in der Verwaltung hatten sie bisher nur beratenden Charakter zu den Landräten (Innen) und BürgermeisterInnen.

70 Millionen Euro im hessischen Sozialbudget

Mit Beginn der Haushaltsverhandlungen 2016 im Land Hessen müssen die bereitgestellten Gelder zugeordnet und mit den Kommunen Zielvereinbarungen getroffen werden. Das Land Hessen stellt einen erheblichen Teil seiner Sozialmittel für den Bereich Flüchtlinge und Asyl ein, damit die Kommunen entlastet werden. In Hessen werden außerdem zwei neue Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende eröffnet. Den größten Anteil der Asylsuchenden wird von Kosovo, Syrien, Serbien, Albanien gestellt. Die Mittel für die Flüchtlingsunterkunft sowie für den „Pakt für den Nachmittag“ (Nachmittagsbetreuung für Schulkinder) erfolgt außerhalb des kommunalen Finanzausgleichs.

Heidi Besas vom Landesfrauenrat B90/Grüne für den Bundesfrauenrat vorgeschlagen

Die Delegierte aus dem Kreis Bergstraße wurde vom Landesfrauenrat für das oberste - frauenpolitische Gremien der Partei B90/Grüne, den – Bundesfrauenrat – vorgeschlagen. Damit hat der Landesfrauenrat ihre bisherige Arbeit für Frauen und Mädchen gewürdigt und ihr die Chance gegeben, die begonnene Arbeit weiterzuführen. Am 26.09. erfolgt die Wahl auf der Landesmitgliederversammlung in Limburg.

Sabine Fraas aus Rimbach in die Bundesarbeitsgemeinschaft FRAUEN von B90/Grüne - Heidi Besas aus Gorxheimertal als Ersatzdelegierte gewählt

Aus dem Bergsträßer Odenwald sind zwei Frauen in die Bundesarbeitsgemeinschaft Frauen gewählt worden. Bisher fungierte Sabine Fraas als Ersatzdelegierte. Damit sind die Grünen im Kreis Bergstraße frauenpolitisch Bestens vertreten. Frauen im ländlichen Raum sind aufgerufen, sich ebenfalls kommunalpolitisch zu engagieren. Ohne den Einsatz von Frauen in den Parlamenten hätte sich die Gesellschaft nicht verändert und es würden andere politische Entscheidungen getroffen werden. Ein Blick in die Vergangenheit genügt.

(Bericht von Heidi Besas)

Hier findest du das Protokoll des Landesfrauenrats und das Papier zur frauenfreundlichen Kommune.



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URL:http://www.gruene-bergstrasse.de/bergstraesser-delegierte/landesfrauenrat/expand/572942/nc/1/dn/1/