04.12.2006

Jochen Ruoff zum Geopark

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren, ich habe bereits im meiner Haushaltsrede auf die Bedeutung des Tourismus vor allem für den Odenwald hingewiesen. Dort geht es den Gemeinden an die Substanz, wenn dieser Wirtschaftszweig wegfallen würde. Wir sind aber, im Gegensatz zu manch anderen Kreisen in der Situation, dass ganz unterschiedliche Regionen Teil des Kreises Bergstrasse sind. So orientiert sich der Odenwaldteil eben eher zu der Region des Odenwaldes hin und die Bergstrasse kooperiert kreisübergreifend mit anderen Bergsträsser Kommunen. Die Vielfalt der touristischen Besonderheiten hat eben auch eine Vielfalt der Interessen zur Folge. Deswegen ist eine Vereinheitlichung der Strukturen derzeit kein gangbarer Weg, zumal ja in jüngster Zeit wieder eher das trennende als das Gemeinsame in der Vordergrund gerückt wird. Sinnvoller ist eine Vernetzung mit einer gemeinsamen Klammer bei größtmöglicher Kooperation der unterschiedlichen Strukturen. Das geht, wenn man es nur will.

Der Geopark hat die Geologie unserer Region richtigerweise als Charaktermerkmal in den Mittelpunkt gestellt. Ich bin immer wieder fasziniert, was dort schon alles geleistet wurde und wer da gemeinsam im Boot sitzt. Alle Anstrengungen müssen in der Zukunft darauf gerichtet sein, den Geopark zu erhalten, auszubauen und zu profilieren. Dem haben sich die unterschiedlichen Interessen unterzuordnen. Und schon gar die Eitelkeiten mancher Protagonisten. Durch den Wegfall des Landschaftsschutzes ist ein wesentliches Merkmal in Gefahr, deshalb müssen wir dies umso mehr durch unsere Anstrengungen für den Geopark ausgleichen.

 

Eigentlich stehen in dem SPD-Antrag Selbstverständlichkeiten drin. Nur, aktuell sind es eben keine Selbstverständlichkeiten. Es würde uns freuen, wenn dieser Antrag eine breite Unterstützung erfahren könnte.

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URL:http://www.gruene-bergstrasse.de/kreistagsfraktion/fraktions-archiv/2006-2011/redebeitraege-2006-2011/expand/558877/nc/1/dn/1/