14.04.2008

Gerhard Ohlig: ICE Trasse und Tunnel an der A 67

Daß eine Tunnelvariante für die ICE-Strecke im Bereich zwischen Langwaden und Lorsch geprüft wird ist aus unserer Sicht nicht nur verpflichtend, sondern stellt eine Selbstverständlichkeit dar, die der Kreis seinen Bewohnern schuldet.

Eine Projektstudie liegt ja nun auch vor. Die Kostenbeteiligung soll 50 % von 29.000 € betragen.

Ob aus der Untersuchung die richtigen Schlüsse gezogen werden ist eine andere Frage. Welche die richtigen Schlüsse sind eine weitere. Das Thema Grundwasser wird in dem Zusammenhang sicher noch eine Rolle spielen.

Außerdem wird sich das sicher nicht nur am Schutz von Mensch und Natur ermessen, sondern wird wahrscheinlich auf der politischen Ebene durch Mehrheitsverhältnisse entschieden.

Das hat man sehr deutlich gerade hier in Mörlenbach gespürt, als aus unserer Sicht genau die Aufmerksamkeit zum Schutz von Mensch und Natur, durch politische Fehlentscheidungen ersetzt wurde.

In der Begründung des heutigen Antrages heißt es ...

"Zum Schutz der Bebauung, der Bevölkerung und der Natur, werden Untertunnelungen langer Streckenabschnitte notwendig. .......

Weiter....

"Jegliche Untertunnelung muss in bergmännischer Bauweise ausgeführt werden"

Sowie im Nachsatz steht...

Nur bei Unsetzung dieser Minimalforderungen wird seitens des Arbeitskreises ein reibungsloser und schneller Planungsprozess für die betroffene Region gesehen.

Die ergänzenden Formulierungen im Positionspapier runden die Forderung nach einer Tunnellösung ab.

(Brauch ich hier nicht alle vorzulesen)

Ich habe den Eindruck als wolle man hier nicht die gleichen Fehler wieder machen, wie man sie in Mörlenbach gemacht hat. Das gibt Hoffnung für zukünftige Verkehrsplanungen, lässt mich aber auch nachdenklich werden in der Frage

Stehen die politischen Keyplayer wirklich hinter dem was sie da vortragen, oder spielen sie das Spiel nur mit, weil man sich im Vorfeld im Konsens mit dem "Regionalforum ICE-Knoten Rhein-Neckar" auf eine Vorgehensweise verständigt und am 18.2.08 im Kreistag verabschiedet hat.

Wird die politische Gemeinde bei konkreter werdender Planung Druck entwickeln um ihre Ziele durchzusetzen, oder wird man vor den Kosten einknicken, die zugegeben sehr, sehr hoch werden. Aus meinem bereits angeführten Beispiel Mörlenbach B38a, der Tunnelforderung der "Bürger für Weiher", des BUND und immerhin 25% der Gemeindevertretung weiß ich, dass die Kosten neben der vorgelegten Entlastungswirkung ein Genickbruchargument waren. Nun, wir werden mit Spannung erwarten, zu welchen Lösungen die Beteiligten bereit sein wird. Bleiben wir dran, gemeinsam.

zurück

URL:http://www.gruene-bergstrasse.de/kreistagsfraktion/fraktions-archiv/2006-2011/redebeitraege-2006-2011/expand/558890/nc/1/dn/1/