Evelyn Berg am 11.03.2013 in Lorsch zur Jugendhilfe

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, Sehr geehrte Damen und Herren,


dass es Kostensteigerung in der Jugendhilfe gibt, müssen wir seit Jahren feststellen.


Politik hat nicht die Aufgabe, Notwendigkeiten bei den Hilfen zur Erziehung zu beurteilen oder gar zu beeinflussen. Da wird die Diskussion oft von monetären Erwägungen geleitet und das Kindeswohl gerät aus dem Blick.


Politik ist aber in einer deutlichen Mitverantwortung, wenn es darum gehe, Rechtsansprüche auf entsprechende Hilfe sicherzustellen, besonders in der Bereitstellung notwendiger Ressourcen für notwendige Hilfen.


Die Zeiten ändern sich, neue, angemessenere Therapieansätze werden entwickelt.
Dass das leider in einer Vorlage so dargestellt wurde, als ob interessengeleitete Therapie-Institute da am Werk sind, finde ich bedauerlich, interpretiere das allerdings dahin gehend, dass Verwaltung noch besser geschult werden muss.  Der Missbrauchsverdacht, der im vorliegenden Antrag formuliert ist, ist jedenfalls völlig inakzeptabel,


Es ist ja auch so, dass zu allererst die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes in der strafrechtlichen Verantwortung stehen, wenn es um die angemessene und erforderliche Hilfegewährung geht. Jugendhilfearbeit ist äußerst sensibel und steht unter großer öffentlicher Beobachtung.

Im Kreis Bergstraße arbeiten wir an der Überprüfung der Wirksamkeit der erzieherischen Hilfen. Es werden ständige Berichte im zuständigen Jugendhilfeausschuss und im Ausschuss für Schule und Soziales gegeben. Dahin gehört die Diskussion.


Den vorliegenden Antrag der Bürgerunion lehnen wir ab und bitten um Zustimmung zu dem von CDU und Bündnis 90/Die Grünen formulierten Antrag.


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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URL:http://www.gruene-bergstrasse.de/kreistagsfraktion/fraktions-archiv/2011-2016/redebeitraege-2011-2016/redebeitraege-2013/expand/452683/nc/1/dn/1/